Berichte / Veröffentlichungen

Nassau soll Standort für das Hospiz Rhein-Lahn werden

Mitgliederversammlung des Fördervereins bestätigte Dr. Martin Schencking als Vorsitzenden

Es geht voran mit dem geplanten Hospiz Rhein-Lahn. Nun konnte in Nassau doch noch ein Standort gefunden werden, der sich aus hospizfachlicher Sicht hervorragend eignet. Darüber informierte der Vorsitzende des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V. Dr. Martin Schencking in der Vorstandssitzung nach der aufgrund der Corona-Epidemie im schriftlichen Verfahren durchgeführten Mitgliederversammlung.

Die Mitgliederversammlung musste wegen der Pandemie im schriftlichen Verfahren erfolgen. 80,23 Prozent der 263 Mitglieder beteiligten sich daran. Der Vorstand wurde entlastet und neu gewählt: Vorsitzender bleibt Dr. Martin Schencking (Bad Ems). Stellvertretender Vorsitzender ist Jürgen Bär (Nassau). Als Schriftführerin bestätigt wurde Dr. Hildegard Simons (Bad Ems) ebenso wie Schatzmeister Rainer Lindner (Miellen) und die stellvertretende Schatzmeisterin Tatjana Kirsch (Miehlen). Kassenprüferin bleibt Anni Neusen (Bad Ems) mit Marie-Luise Sarholz (Bad Ems) als Stellvertreterin an ihrer Seite.

Zustimmung seitens der Mitglieder gab es auch für Satzungsänderungen, die den Zweck des gemeinnützigen Fördervereins, nämlich die Betreuung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen, näher beschreibt. Vorausschauend auf die Gründung einer Betreiber-gGmbH für das Hospiz stimmten die Mitglieder Rücklagen in Höhe von insgesamt 50.000 Euro zu. Für die beabsichtigte Gründung einer Hospizstiftung geht der Verein von einem Kapitalbedarf von 60.000 Euro aus. Das Jahr 2020 konnte der Förderverein mit einem Guthaben von 348 000 Euro abschließen.

„Im Angesicht der Pandemie kann der Stellenwert eines stationären Hospizes für den Rhein-Lahn-Kreis nicht hoch genug eingeschätzt werden“, meint Dr. Martin Schencking. Für die Unterstützung des Projektes sind dem Verein weitere Mitglieder, Paten und Spender willkommen.

Nachdem der Förderverein im Wesentlichen wegen Anliegereinsprüchen vom vormals favorisierten Standort für den Bau eines Hospizes in Dienethal Abstand genommen hat, freut er sich nun umso mehr, dass man in der Grundstücksfrage nunmehr doch noch in Nassau fündig geworden ist. Ins Auge gefasst ist eine Grundstücksfläche zwischen der Kindertagesstätte und der Lahntechnik in Scheuern. Hier wäre eine eingeschossige Bauweise möglich und zudem wäre Platz für die Gestaltung des Außengeländes, was für die Gäste des Hospizes von besonderer Bedeutung ist.

Der Bau-, Planungs- und Liegenschaftsausschuss der Stadt Nassau hat den Standort in Scheuern grundsätzlich als geeignet beurteilt. Es steht nun die Entscheidung des Stadtrates an, der über die Aufstellung eines Bebauungsplans der Stadt zu befinden hat. Darauf folgt im Verfahren die Beteiligung der Bürger und der Fachbehörden. Die Stadt Nassau und der Förderverein wollen eine größtmögliche Transparenz zum Bauvorhaben herstellen. Mit einem Abschluss des baurechtlichen Verfahren wird frühestens Ende des Jahres gerechnet.

 

Bildunterschrift: Der neugewählte Vorstand des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e. V. (v.l.n.r.) Dr. Martin Schencking, Rainer Lindner, Tatjana Kirsch, Dr. Hildegard Simons, Jürgen Bär.

 

 

 

 

 

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